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ECT – Die Alternative bei großen Tumoren und Rezidiven

Die neue Alternative zur Strahlentherapie bei Prostatakarzinom-Rezidiv: Elektrochemotherapie (ECT)

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Elektrochemo-therapie (ECT)

Die neue Alternative zur Strahlentherapie bei Prostatakarzinom-Rezidiv:

Prostatakrebs hat hohe Rezidivraten. Innerhalb von 5 Jahren nach radikaler Prostatektomie (RPE) ist mit einer Rückkehr des Karzinoms in 10 bis 25 % aller Fälle zu rechnen (Gleason 7 und 8, PSA < 10), selbst wenn das Karzinom auf die Prostata beschränkt war (Han Tables).

Die Rückkehr des Karzinoms wird auch „biochemisches Rezidiv“ genannt, da es über einen erneuten Anstieg des PSA-Spiegels über Null erkannt wird.

Da zu diesem Zeitpunkt unklar ist, wo genau sich das Rezidiv befindet und eine erneute Operation nicht möglich ist, wird bei biochemischen Rezidiven das gesamte „Prostatabett“, also die Stelle, an der die Prostata entfernt wurde und die umgebenden Gewebe, bestrahlt. Diese Methode wird auch bei der sogenannten adjuvanten Strahlentherapie, d.h. postoperative Bestrahlung als lokale Tumorkontrolle angewendet.

Die Strahlentherapie führt jedoch zu irreversiblen Schäden an den bestrahlten Geweben und Organen. Dadurch kommt es zu chronischen Reizungen der Blase und des Enddarmes mit häufigem Harn- und Stuhldrang, aber auch zu Inkontinenz oder Entleerungsstörungen. Außerdem löst die Strahlentherapie chronische Entzündungen und Vernarbungen aus und genetische Schäden, die wiederum Krebs auslösen können. Obwohl die Strahlentherapie kein Garant für eine Heilung des Prostatakrebes ist und dieser auch danach wieder auftreten kann, ist eine erneute Bestrahlung nicht möglich, da bei der Überschreitung der Maximaldosis irreparable Schäden auftreten.

Die Strahlentherapie ist also bestenfalls eine Notlösung.

Eine wesentlich schonendere Alternative zur Strahlentherapie stellt die Elektrochemotherapie (ECT) dar, eine mit der Irreversiblen Elektroporation (IRE – NanoKnife) verwandte Therapie, die auf Elektroporation basiert. Die ECT ermöglicht, wie die Strahlentherapie, die Behandlung des gesamten Prostatabettes bei biochemischen Rezidiven.

Anstelle von ionisierenden Strahlen nutzt die ECT gepulste elektrische Felder, die Poren in Zellmembranen induzieren. Durch die gleichzeitige, einmalige Gabe eines Zellgiftes, das durch die Poren in die Zellen eindringen kann, werden diese abgetötet. Da das Zellgift normalerweise die Zellmembran schlecht durchdringen kann, schädigt es selektiv die „porierten“  Zellen im ECT-Behandlungsfeld, bei denen es eine bis zu 1000fach höhere Toxizität entfaltet, als im restlichen Körper.

Die VORTEILE DER NANOKNIFE-BEHANDLUNG IM ÜBERBLICK

* Bei der sogenannten Harninkontinenz handelt es sich um die mangelnde oder fehlende Fähigkeit des Körpers, den Blaseninhalt sicher zu speichern und selbstbestimmt zu entleeren. Dies führt zu unwillkürlichem Urinverlust. Während es mehrere mögliche Definitionen für Inkontinenz gibt, kommt eine Langzeitstudie zu Inkontinenz nach Prostatektomie** zu dem Schluss, dass eine sinnvolle Definition von Inkontinenz ist, wenn ein Patient 12 Monate nach einer Prostataoperation 2 oder mehr Einlagen pro Tag benötigt.

** Sacco E, Prayer-Galetti T, Pinto F, et al. Urinary incontinence after radical prostatectomy: incidence by definition, risk factors, and temporal trend in a large series with a long-term follow-up. BJU Int. 2006;97:1234–41.

*** Syan, Raveen, and Victor W. Nitti. „Post-prostatectomy Incontinence Initial Evaluation.“ Urinary Dysfunction in Prostate Cancer. Springer, Cham, 2016. 15-30.

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